Zum Hauptinhalt springen

Was bringt ein linker Bürgermeister für Friedrichshain-Kreuzberg?

René Pérez Domínguez

Am 20. September 2026 sind die nächsten Wahlen in Berlin. Zeitgleich mit dem Abgeordnetenhaus wird auch die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg neu gewählt und die Wähler*innen entscheiden, wer in Zukunft als Bürgermeister das Bezirksamt leiten und den Bezirk gegenüber der Landesebene vertreten wird.

 

Politik für die Menschen im Bezirk

Als Bürgermeister werde ich Schwerpunkte setzen, um das Leben in FriedrichshainKreuzberg wieder bezahlbar zu machen und eine soziale, solidarische und demokratische Bezirkspolitik umzusetzen. Ich werde insbesondere auf die Menschen achten, die oft nicht so gut organisiert, laut und sichtbar sind. Politik für Menschen, die im Alltag kämpfen müssen, um über die Runden zu kommen: Alleinerziehende und viel arbeitende Menschen, die älteren Generationen und Menschen, die von Armut bedroht sind. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist der Alltag durch Mehrfachbelastungen bei der Arbeit, der Gesundheitsversorgung, Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und rassistischen Zuschreibungen besonders schwierig – und die Beteiligung an politischen Prozessen besonders mangelhaft. Ich setze auf die Beteiligung der Menschen in unserem Bezirk und die gemeinsame Bearbeitung von Interessenkonflikten statt einsamer Entscheidungen im Amt. Dabei scheuen wir nicht den Konflikt mit großen Investoren und der Landesebene, wenn es darum geht, ein gutes Leben in unserem Bezirk zu ermöglichen. Wir kämpfen für bezahlbares Wohnen statt Investorenträume und Luxushochhäuser, für eine Verkehrswende für alle Anwohnenden und für einen lebenswerten Bezirk für alle statt Kommerzialisierung und Verlust alternativer Freiräume.

 

Mieten und Wohnen sind zentral

Das Thema Mieten und Wohnen ist für viele Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg und Die Linke weiter zentral: Wir haben in unserem Bezirk berlinweit die ersten Erfolge bei der strafrechtlichen Verfolgung von Mietwucher erreicht und wollen diese ausbauen. Ich will bei der Wohnungs- und Bauaufsicht dafür sorgen, dass beide Ämter besser zusammenarbeiten, um Mieter:innen in Problem-Immobilien besser zu unterstützen und leerstehenden Wohnraum wieder nutzbar zu machen. In der Stadtentwicklung müssen fortschrittliche Bauprojekte endlich tatsächlich umgesetzt und unsoziale Abriss- und Hochhausprojekte verhindert werden.

 

Soziales und Jugend sichern

Ich möchte ein zivilgesellschaftliches Bündnis für eine soziale Offensive organisieren. In unserer postmigrantischen Gesellschaft gehören soziale Fragen und Antidiskriminierung zusammen. Wir werden die Arbeit für Jugend und Soziales entsprechend der besonderen Bedeutung im Bezirk sichern. Soziale Sicherheit und Jugendarbeit müssen wir gegen den Kürzungsdruck der CDU-SPDKoalition auf Bundesebene verteidigen und beim Ausgleich des bezirklichen Haushaltsdefizits als schützenswerte Priorität setzen.

 

Zusammenleben im öffentlichen Raum

Als Linker kämpfe ich für gute Schulen, starke Kieze und eine solidarische Nachbarschaft. Probleme der Sicherheit und Sauberkeit sind eine Belastung für den sozialen Zusammenhalt und müssen vor allem mit sozialen Antworten bearbeitet werden. Friedrichshain-Kreuzberg muss ein Ort bleiben, an dem junge und ältere Menschen sowie Familien Platz haben – auf Straßen und Plätzen, in Parks und auf Spielplätzen, in Stadtteilund Kulturzentren, Clubs und Kneipen. Öffentliche Räume müssen allen gehören und Orte der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität bleiben und wieder mehr werden.

Ich will zusammen eine soziale Offensive im Bezirk organisieren und endlich die richtigen Schwer-. punkte in der Arbeit des Bezirksamtes durchsetzen.

Bürgermeisterkanditat René Pérez Domínguez
klar.links Ausgabe #4 Juli/August 2026

 

Zurück zum Kopf der Seite