Meine Sicht. Ein besseres Berlin

Kerstin Wolter

Die Linke Berlin ist bei der vergangenen Bundestagswahl stärkste Kraft geworden und nun wissen alle, wie groß das Potenzial für linke Politik in dieser Stadt ist. Ich freue mich als neue Landesvorsitzende mit dieser gewachsenen Partei und mit neuer Stärke in die kommenden Auseinandersetzungen zu gehen. Und das ist bitternötig, angesichts der massiven Kürzungspolitik des Schwarz-Roten Senats. Überall wird der Rotstift angesetzt, ob bei den Sozialarbeiter*innenin Schulen, bei den Jugendclubs, den Freibädern oder Kulturprojekten. Sogar das Sorgentelefon soll vollständig gestrichen werden, bei dem jährlich 10.000 Eltern, Kinder und Jugendliche Hilfe suchen. Das Gute ist: die Kürzungen sind nicht alternativlos. Denn die Regierung hat Kredite liegengelassen, verzichtet auf Steuereinnahmen wie durch die Erhöhung der Grunderwerbssteuer und will Geld zum Fenster rausschmeißen für unnötige Großevents wie die NFL oder Olympia. Berlin hat mehr verdient als die unbeliebteste Regierung, die diese Stadt je hatte. Gemeinsam mit den vielen, die sich jetzt schon wehren in Bündnissen gegen die Kürzungen, können wir ein besseres Berlin aufbauen. Packen wir’s an.

klar.links Ausgabe #4 Juli/August 2025