Mein Praktikum bei der Linken Friedrichshain-Kreuzberg

Dima Al-Ali

Hallo, mein Name ist Dima Al-Ali.
Ich mache derzeit ein Schülerpraktikum bei der Linken in Friedrichshain-Kreuzberg.
Ich habe mich für die Partei Die Linke entschiedenen, da ich sehr Politik interessiert bin und mich mit den Postionen der Linken identifizieren kann.

Interview mit Claudia Engelmann

Im Rahmen meines Praktikums habe ich ein Interview mit Claudia Engelmann, Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus, zum Thema feministische Politik geführt.
Auf meine Fragen nach Lösungsvorschlägen, um Frauen besser vor Femiziden zu Schützen, betonte Claudia Engelmann die Bedeutung von Aufklärungsarbeit. “Es gibt schon tolle Projekte die mehr ausgebaut werden müssen“ sagte sie “ im Lehrplan sollte sexuelle Aufklärung für Jugendliche und Kinder verstärkt werden, damit sie wissen, wo man sich hinwenden muss wenn sie Hilfe benötigen“.

Als erste Maßnahmen gegen Femizide nannte Claudia Engelmann die Notwendigkeit, mehr Geld in den Opferschutz zu investieren. “Täter brauchen Sozialarbeiter, aber es gibt zu wenig zeit und zu viel Arbeit“, betonte sie. Sie wäre für eine grundlegende Veränderung der Strukturen Täter, insbesondere Pädophile, gehören nicht in den Knast sondern in psychologische Hilfe.
Claudia Engelmann ist nicht überzeugt, dass höhere Strafen für Täter von Femiziden und Gewalt gegen Frauen effektiv sind. “Nein“, sagte sie, „wir sollten stattdessen in eine stationäre Aufnahme der Täter investieren ,um ihnen mehr Ärzt*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen geben zu können so kann besser einschätzt werde, ob jemand wieder gesellschaftsfähig ist oder wird.“
Claudia Engelmann hat ein Femizid im eignen Wahlkreis miterlebt. Sie ist überzeugt, dass diese Taten oft nicht geplant sind, sondern dass Frauen einfach mehr Hilfe benötigen.

Sie erzählte mir von einem bewegenden Erlebnis in der Kita ihres Sohnes, wo sie Damals das Buch „Der kleine Nein“ vorlas. Ein kleines Mädchen vertraute sich danach ihren Eltern an, weil es sexuelle Gewalt erlebt hatte. Claudia Engelmann betonte, dass es in Schulen Therapeut*innen geben muss, an den sich Mädchen und Jungs wenden können. “Aufklärung gehört schon in die Kita“ sagte sie. Sie wünscht sich Systeme, die es Menschen ermöglichen, sich besser zu verteidigen und sich anzuvertrauen.

Auf die Frage, ob die Gesellschaft mehr tun könnte, um Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, antwortete sie mit einem klaren „Ja“. Sie sagte wie wichtig es ist, die Angst der Menschen anzuerkennen und ernst zu nehmen. Zum Beispiel die Angst vor Parks, weil es dort kein Licht gibt, sagte sie. Sie schlug vor kostenlose Taxifahrten für Frauen anzubieten, die nachts Angst haben.
Ich fragte auch was die größte Herausforderung bei der Umsetzung von Frauenrechten in Deutschland ist, ihre Antwort war klar „ Eigentlich ist das nicht so schwer, wenn die richtigen Leute in der Regierung sind. Geld gibt es.“
Das Gespräch mit Claudia Engelmann hat gezeigt, dass es noch viel zu tun gibt, um Frauenrechte in Deutschland zu stärken. Doch mit dem richtigen willen und richtigen Prioritäten kann viel erreicht werden. Es ist wichtig, dass wir uns für eine Gesellschaft einsetzen, in der Frauen und Mädchen sich sicher und Gleichberechtigt leben können.
 

Haustüraktionstag

Am Samstag nahm ich an einer Haustüraktion in Kreuzberg teil, bei der wie Bewohner*innen über ihre Erfahrungen mit Wohnungsproblemen befragten. Nachdem wir uns getroffen und eine Präsentation über die Ziele und den Ablauf der Aktion angeschaut hatten, teilten wir uns in Gruppen von 2-3 Personen auf und verteilten uns auf verschiedene Gebiete in Kreuzberg.

Unsere Aufgabe was es mit den Bewohner*innen über ihre Wohnsituation zu sprechen und herauszufinden, ob sie Probleme mit ihrer Wohnung oder dem Haus haben. Einige Menschen öffneten jedoch nicht die Tür oder hatten keine Lust mit uns zu reden. Dennoch konnten wir viele wichtige Gespräche führen, die uns ein Bild davon gaben, wie groß das Problem eigentlich ist.

Viele Bewohner*innen berichteten von Vandalismus, wie z.B. angezündete Mülltonnen, abgestelltem Wasser und Problemen mit der Hausverwaltung. Viele Menschen, insbesondere diejenigen, die in Sozialen Wohnungen leben, hatten Angst vor einer Verurteilung und waren daher zurückhaltend, über ihre Probleme zu sprechen.
Wir haben diese Informationen natürlich aufgeschrieben und das dann an zuständigen Abgeordneten und Gremien der Partei weitergeleitet, damit sie diese bearbeiten und Lösungen für diese Probleme finden können.
Diese Haustüraktionen haben gezeigt, dass es ernsthafte Wohnungsproblemen in Kreuzberg gibt.
Die Linke arbeitet daran, diese Probleme mit Mieten in Bezirk angegangen werden.

Roter Laden

Mein Praktikum im Roten Laden habe ich dafür genutzt, meinen Interview mit Claudia Engelmann vorzubereiten, einen Praktikums Bericht zu schreiben und bei der Neueinrichtung des Büros zu helfen. Ich konnte mir einen Einblick über die Abläufe und Arbeitsweise einer Partei (z.B. Grafikdesignen, Datenarbeit, Betreuung der Mitglieder) verschaffen.
Ich habe auf viele neue Sachen dazu gelernt und bin froh das ich mich für ein Praktium bei der Linken entschieden habe.