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Claudia Richter

Gibt es eine Zukunft für die »Zukunft«?

Zu den Dingen, die Berlin liebenswert und anziehend machen, gehört ohne Zweifel die große kulturelle Vielfalt. Künstler*innen, Kreative und Kulturinteressierte aus aller Welt strömen in die Stadt, um die große Auswahl zu genießen oder selbst neue Impulse zu geben. Viele alternative, nichtkommerzielle Kunst- und Kulturprojekte sind in den letzten Jahrzehnten gewachsen und erfreuen sich anhaltender Beliebtheit.
Doch in der wachsenden Stadt, in der sich, gestützt durch bundesgesetzliches Baurecht, immer stärker die Interessen finanzstarker, gewinnorientierter Investor*innen durchsetzen, haben viele Kulturstandorte das Nachsehen und sind von Verdrängung bedroht. So auch die »Zukunft« am Ostkreuz. Vor zehn Jahren mit dem Freiluftkino Pompeji auf dem Gelände eines DDR-Filmlagers entstanden, bauten und entwickelten engagierte Mitarbeiter*innen daraus eine kulturelle Kiezperle mit Kinos, Theater, Galerie, Konzertangeboten, Biergarten, alles in kleinen Formen, mit hohem Niveau und zu moderaten Preisen, die weit über den Bezirk hinaus Anerkennung erlangt hat. Jetzt soll diesem, in ständiger Entwicklung befindlichem Projekt, die Zukunft verwehrt werden. Zum April 2022 kündigte der Eigentümer dem Kulturprojekt, da er selbst auf dem Gelände bauen möchte. Die Kulturschaffenden der »Zukunft« aber geben das Kleinod nicht stillschweigend auf, sondern bauen auf Solidarität und Unterstützung aus Anwohnerschaft, Kulturszene und Politik.

Daraufhin erfolgten bereits Gespräche von Politiker*innen des Bundestages, des Berliner Senats und des Bezirkes, darunter auch Kultursenator Klaus Lederer, mit den Betreibern der »Zukunft« und dem Eigentümer des Grundstückes, um sich ein Bild von der konkreten Lage zu machen und Möglichkeiten der Rettung zu debattieren.

Das gipfelte in einer Vor-Ort-Sitzung des BVV-Kulturausschusses, in dem sich Kulturschaffende, BVVVerordnete der Grünen, LINKEN und SPD, Bezirksstadträte und Vertreter*innen der Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Kultur trafen und einmütig ihre Solidarität und Unterstützung mit der »Zukunft« zum Ausdruck brachten. Oberste Priorität hatte dabei die Standortsicherung, aber auch Gedanken über Ankaufoptionen, Grundstückstausch und die Suche nach einem neuen Standort wurden geäußert.
Im Ergebnis der Beratung beschlossen die Anwesenden nicht nur ihre Kräfte zu bündeln, um Druck gegenüber dem Eigentümer zu machen, sondern gründeten einen »Zukunftsrat«, der nun ganz praktisch und zeitnah Strategien für das weitere Vorgehen erarbeitet. Die Arbeit des Zukunftsrates hat bereits begonnen. Die Beteiligten sind fest entschlossen, alle Chancen zu nutzen, um der »Zukunft« am Ostkreuz eine Zukunft zu geben.

Claudia Richter, Mitglied im Kulturausschuss der BVV
klar.links Ausgabe #4 November/Dezember 2021


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