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Starke Betriebsräte braucht der Bezirk!

Sonja Staack

Am Arbeitsplatz hat allein der Chef den Hut auf? Das muss nicht so sein. Betriebsräte sorgen für mehr Demokratie im Betrieb. In diesem Frühjahr werden sie bundesweit neu gewählt. Je mehr Beschäftigte sich beteiligen, umso besser. Die Betriebsratswahlen finden alle vier Jahre statt.

Der Wahlzeitraum startet am 1. März und endet am 31. Mai. 
Der konkrete Wahltermin wird jeweils im Betrieb festgelegt. Die Linke ruft dazu auf, sich zu beteiligten.

Gewerkschaftliche Listen stärken
In vielen Betrieben treten Kandidat*innen der DGBGewerkschaften an, die für eine selbstbewusste Interessenvertretung gegenüber dem Arbeitgeber stehen und die für die Interessen aller Beschäftigten eintreten – auch und gerade für diejenigen, die sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen befinden, und unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe.

Rechten Parolen keinen Raum bieten
In diesem Jahr wollen teilweise auch rechte oder rechtsextreme Listen antreten. Auch deshalb ist es wichtig, an den Wahlen teilzunehmen. Betriebsräte dürfen nicht für Hass und Hetze missbraucht werden.

Betriebsräte haben verbindliche Rechte
Ob Betriebsräte gewählt werden und welchen Spielraum sie haben, wird nicht vom Arbeitgeber entschieden. Das Betriebsverfassungsgesetz gibt ihnen verbindliche Mitwirkungsrechte, zum Beispiel bei der Gestaltung der Arbeitszeiten und beim Arbeitsschutz, aber auch bei Kündigungen. Betriebsräte kontrollieren außerdem, ob Arbeitsrechte und Tarifverträge eingehalten werden – denn die besten Rechte nutzen nichts, wenn sich niemand darum kümmert, sie auch durchzusetzen.

Betriebsräte gründen, wo es noch keine gibt
In einigen Betrieben in Friedrichshain-Kreuzberg wie Amazon, Zalando und TikTok haben die Beschäftigten in den vergangenen Jahren neue Betriebsräte gegründet – teilweise gegen erhebliche Widerstände. Aber leider gibt es weiterhin viele weiße Flecken. Wo noch kein Betriebsrat existiert, kann jederzeit einer gegründet werden! Hierbei bieten die Gewerkschaften Unterstützung. Als Ansprechpartnerin steht in FriedrichshainKreuzberg außerdem die Beauftragte für gute Arbeit im Bezirksamt zur Verfügung. Dass es diese Beauftragte gibt, hat die Linke durchgesetzt, damit niemand allein gelassen wird beim Einsatz für mehr Demokratie und gute Arbeitsbedingungen.

Sonja Staack, Mitglied in der AG Gute Arbeit der Linken Friedrichshain-Kreuzberg
klar.links Ausgabe #2 März/April 2026 

 

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