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Queer und Quote

 

Die Menschen lassen sich in zwei Kategorien einteilen, solche, die dauernd die Menschen in zwei Kategorien einteilen, und solche, die es nicht tun

Gleichstellungspolitik bedeutet für DIE LINKE die gleiche Teilhabe aller Geschlechter an allen gesellschaftlichen Bereichen und Ressourcen, Schutz der Frauen vor Diskriminierung und Gewalt sowie ein Leben für alle Menschen frei von einschränkenden Geschlechterrollen und Diskriminierung.

Alle Politikbereiche müssen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gleichstellung von Frauen, Männern und Transgender überprüft werden. Dazu gehört die Stärkung der materiellen Eigenständigkeit von Frauen in allen Lebensphasen und unabhängig vom Familienstand. Deshalb unterstützen wir Aktivitäten, wie „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und setzen uns für eine Verbesserung der Chancen von Mädchen und Frauen auf dem Arbeitsmarkt und in der beruflichen Ausbildung ein.

Noch immer unterliegen viele Frauen und Mädchen patriarchalen Gesellschafts- und Familienverhältnissen, werden Opfer von Zwang und Gewalt. Sie brauchen Schutz vor Diskriminierung und Gewalt und sie brauchen Unterstützung, damit sie selbstbestimmt leben und ihre Existenz eigenständig sichern können. Das gilt nicht nur, aber auch für Migrantinnen und Flüchtlinge. Deshalb fordern wir die Ausweitungen der Anerkennung geschlechtsspezifischer Asylgründe und die Einführung des eigenständigen Aufenthaltsrechts von Frauen, die Opfer von Gewalt in der Ehe, Zwangsheirat und Menschenhandel sind. Der Politik kommt die Aufgabe zu, die erfolgreiche Selbstorganisation der Frauenprojekte im Bezirk durch langfristigere Verträge zu erhalten. Sie leisten wichtige Arbeit im Kampf gegen Zwangsheirat und häusliche und sexuelle Gewalt.

Diskriminierung ist leider Alltag. Dazu gehören Homophobie, Angst und Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle. Das Abgeordnetenhaus hat deshalb eine Initiative sexuelle Vielfalt beschlossen. Diese Initiative muss in ihrer Wirkung evaluiert und nachgesteuert werden. Für den Zeitraum ab 2012 muss vor allem im Bereich der Schulen die Wirkung verbessert werden. Alternative Lebensentwürfe gehören in Lehrpläne, Schulbücher und universitäre Curricula. Dafür braucht es keine Millionen, sondern die gemeinschaftliche Anstrengung aller Beteiligten. Diese wollen wir initiieren und moderieren.

Nach Jahrzehnten des Kampfes für Emanzipation gehen die ersten Generationen offen lebender Lesben und Schwuler in die Rente und haben einen Anspruch auf Achtung und Respekt auch in Betreuung und Pflege. Wir streiten dafür, dass unterschiedliche Lebensweisen und sexuelle Orientierungen auch im Alter volle Anerkennung finden. Betreute Wohngemeinschaften, Sanatorien und Heime müssen für die Lebenswirklichkeit von Schwulen, Lesben, Trans*, Bi- und Intersexuellen offen sein.