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Kultur


Kultur ist keine Sache der Eliten. Schöpfer der Kultur sind arbeitende Menschen.

Kultur ist keine Sache der Eliten. Schöpfer der Kultur sind arbeitende Menschen.
Friedrichshain-Kreuzberg ist reich durch die Vielfalt der Kulturen, die dem Bezirk sein Gesicht gibt. Diesen Reichtum beim Zusammenleben zu nutzen, kann eine Stärke des Bezirks werden, wenn es uns gemeinsam gelingt, soziale Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Kultur ist keine freiwillige Nebensache der Kommunen, sondern unverzichtbare Aufgabe zur Gewährleistung der sozialen Stabilität sowie des soziokulturellen Zusammenhalts des Gemeinwesens.

Kommunale Kulturförderung öffnet Räume und Freiräume für die private und freie Kunst- und Kulturproduktion. Dabei unterstützt DIE LINKE den kulturellen Wertewandel und setzt sich für humanistische Wertebildung und Gesellschaftskritik ein. Neben dem Angebot von profilierten Produktionsstätten, wie beispielsweise dem Hebbel-Theater oder Präsentationsräumen, wie den kommunalen Galerien oder dem großen Karneval der Kulturen, bietet der Bezirk nahezu einzigartige Einrichtungen wie das Schwule Museum oder das Ballhaus Naunystraße. DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass Land und Bezirke Mindeststandards für die soziokulturelle Infrastruktur vereinbaren und damit auch ihre Finanzierung sichern. Wir wollen eine Mindestversorgung durch Bibliotheken, Volkshochschule, Musikschule, Bezirksmuseum sowie kommunale Galerien und Spielstätten und lehnen weitere Schließungen ab.
DIE LINKE wird sich gegenüber dem Land Berlin dafür einsetzen, dass das Ballhaus Naunynstraße als kommunales Zentrum jungen, postmigrantischen Theaters eine langfristige, ausreichende Finanzierung erhält und damit die inzwischen internationale Anerkennung gewürdigt wird.

Kulturarbeit in Friedrichshain-Kreuzberg bedeutet für DIE LINKE, die lebendige Kulturlandschaft mit ihren verschiedenen Kulturen im Bezirk zur Geltung zu bringen. Die bestehenden Kultureinrichtungen müssen erhalten werden. Deshalb fordert DIE LINKE, die öffentliche Finanzierung von Kulturarbeit auch angesichts leerer Kassen zu stabilisieren und zu vermeiden, dass Sponsoren ein Übergewicht bei der Entwicklung von Kulturprojekten bekommen.
Wo Initiativen und Projekte finanziell nicht oder nur unzureichend unterstützt werden können, muss zumindest eine öffentlichkeitswirksame moralische Unterstützung erfolgen. Die Vernetzung der Träger muss stärker gefördert, gemeinsame Veranstaltungen sollten organisiert werden.
DIE LINKE fordert, dass bei Veranstaltungen in bezirklichen kulturellen Einrichtungen für Inhaberinnen und Inhaber des „berlinpasses“ verbilligter Eintritt erhoben wird.

Jugendarbeit ist auch Jugendkulturarbeit. Das Angebot der Kreativräume muss deshalb erweitert werden. Proben- und Auftrittsmöglichkeiten für Bands, die sich in Selbstinitiative Jugendlicher gebildet haben, wollen wir unterstützen. Auch die kulturellen Angebote für Seniorinnen und Senioren müssen ausgeweitet werden. Ungenutzte Liegenschaften und Freiräume im Bezirk wollen wir verstärkt für kulturelle Nutzungen öffnen.

Um die Lese-, Medien- und Sprachkompetenz vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu fördern, braucht Berlin leistungsfähigere öffentliche Bibliotheken. Die neue Zentralbibliothek in Friedrichshain sollte neue Formen der Lesekultur entwickeln und dabei freie Literaturwerkstätten fördern. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu kultureller Bildung zu öffnen, will DIE LINKE das bisher hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Angebot auf Seniorinnen und Senioren erweitern, den Interkulturellen Dialog und die kulturelle Bildung ausbauen.

Erinnerungskultur ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturpolitik. DIE LINKE wird sich für den Erhalt und die Sanierung von im öffentlichen Raum aufgestellten Büsten und Denkmalen sowie Gedenktafeln für Antifaschistinnen und Antifaschisten und Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung einsetzen.
DIE LINKE unterstützt den „Förderverein zum Gedenken an Nazi-Verbrechen um und auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V.“ in seinem Bestreben, dem Konzentrationslager „Columbiadamm“ und Nazi-Zwangsarbeiter-Lager am historischen Ort angemessen zu gedenken.

DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich für die Weiterentwicklung des Friedhofes der Märzgefallenen als Gedenkstätte zweier Revolutionen ein. Der Friedhof soll als nationale und europäische Gedenkstätte stärker für den Tourismus erschlossen werden. Zudem sollen die Schulen des Bezirkes besser in die Erinnerungsarbeit im Zusammenhang mit dem Märzfriedhof einbezogen werden.