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Freizeit, Sport und Ehrenamt

 

"Der Alltag der meisten Menschen ist stilles Heldentum in Raten."
Anna Magnani

Viele Menschen in unserem Bezirk sind bereit, sich in der Nachbarschaft für ein gutes Miteinander zu engagieren. Ob freiwillige Mitarbeit in den Sozialkommissionen, Lesepaten, Trainerinnen und Trainer in Sportvereinen, Mitarbeit im Bürgerkomitee oder Quartiersrat, die Pflege eines Bürgergartens oder das Engagement für ein Stadtteilfest – unser Bezirk wäre ärmer ohne das Ehrenamt.

DIE LINKE will die Spiel- und Sportplatzangebote insbesondere im Friedrichshainer Norden, zum Beispiel im Richard-Sorge-Viertel, wo zurzeit ein Defizit von über 50 Prozent existiert, in Quantität und Qualität verbessern. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass auf allen Spiel- und Bolzplätzen so genannte Spielplatz-Patenschaften und ein Schlüsseldienst durch das Bezirksamt organisiert werden. Wir wollen durchsetzen, dass die Sportflächen des Bezirks voll ausgelastet werden und nicht durch zu kurze Arbeitszeiten der Hausmeister oder fehlende Schlüsselverträge trotz großem Bedarf leer stehen.

DIE LINKE hat sich von Beginn an für den Erhalt des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Friedrichshain eingesetzt. Unser Ziel bleibt dabei eine Angebotspalette, die Freizeitgestaltung auch für Familien mit geringen Einkommen ermöglicht. Es ist noch nicht alles umgesetzt, was wir uns wünschen, aber wir unterstützen den Betreiber bei seinem Vorhaben, das Angebot des SEZ kontinuierlich zu erweitern und auch kulturelle Angebote zu schaffen. Den immer wieder insbesondere von CDU und FDP neu startenden Versuchen, die Fortschritte im SEZ zu diffamieren oder Vorschläge zum Weiterverkauf an schnellere private Verwertung werden wir weiter entgegentreten.

Wir setzen uns dafür ein, ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement gesellschaftlich noch besser anzuerkennen. Ehrenamtliches Engagement braucht aber auch Ansprechpartner in der Verwaltung. Deshalb fordern wir, in allen Abteilungen des Bezirksamtes Personen zu benennen, die diese Aufgabe zu erfüllen haben.
Wir wollen Ehrenamtliche in ihrer Arbeit durch Weiterbildungsangebote ebenso unterstützen wie durch Fahrkarten, wenn die eigenen Mittel dafür nicht ausreichen. Dafür muss die Freiwilligenagentur Friedrichshain-Kreuzberg weiter ausgebaut und unterstützt werden.

DIE LINKE unterstützt Initiativen, bei denen Anwohnerinnen und Anwohner in Kooperation mit Vereinen oder Schulen, Kindern kostenlose „Ferienspiele“ anbieten. Besonders die Initiative des Bürgerkomitees Weberwiese, das während der Sommerferien für Kinder zahlreiche Freizeitangebote anbietet, muss zukünftig stärker durch den Bezirk unterstützt werden. Solche Initiativen oder die Ehrung von Aktiven in den Sportvereinen müssen weiterhin aus Mitteln der Bürgerbeteiligung gefördert werden.

Auch Kiezfeste gehören zum bunten Leben des Bezirks. Sie werden von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern oder Vereinen organisiert. Oftmals haben sie Probleme mit der Finanzierung. DIE LINKE ist daher der Auffassung, dass in diesen Fällen die Veranstalter zum Beispiel von den Gebühren der Sondernutzung Straßenland freigestellt werden sollten.

Wir setzen uns dafür ein, dass es in jedem Sozialraum unseres Bezirks mindestens ein Familien- und Nachbarschaftszentrum sowie Seniorenfreizeitstätten gibt. Die sozialen Einrichtungen unseres Bezirks müssen personell so ausgestattet sein, dass sie die wichtigen Aufgaben, die sie für die Bevölkerung wahrnehmen, dauerhaft absichern können. Für die Seniorenfreizeitstätten streben wir die Weiterentwicklung zu generationsübergreifenden Begegnungszentren an.
Nach wie vor herrscht in Friedrichshain-Kreuzberg ein Mangel an funktionsfähigen und vielseitigen Sportanlagen. Umso wichtiger ist es, vorhandene Freiflächen auch für die sportliche Nutzung zu entwickeln ohne andere Nutzer zu verdrängen. DIE LINKE teilt deshalb die Forderung des „Dreigroschen e.V.“ nach einem Bouleplatz auf dem Marheinekeplatz und die Umgestaltung des Platzes. Wir wollen eine qualifizierte Sportanlagenentwicklungsplanung unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnissen der Anwohnerinnen und Anwohner, denn die sind in den Sozialräumen recht unterschiedlich und unterliegen Veränderungen.
Obwohl die Förderung des Frauen und Mädchensports jetzt einen Platz in der Sportentwicklungsplanung Berlins gefunden hat, bleibt sie ein Schwerpunkt unserer Arbeit.

Die Erfahrungen bei der künstlerischen Verschönerung der Tonnensporthalle in der Fredersdorfer Straße 48 müssen für vergleichbare Aktionen genutzt werden können. Die erworbene soziale Kompetenz aller Beteiligten darf nicht verloren gehen, sondern sie sollte weiter vermittelt werden. Das Ergebnis der Verschönerung der Sporthalle hinsichtlich bürgerschaftlichem Engagement, künstlerischer Bildung für Kinder und Jugendliche, Beteiligung, Prävention, Integration, generationsübergreifende Zusammenarbeit, Sponsoring etc. ist beispielhaft.