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Verkehr


Soviel Mobilität wie möglich und so wenig Verkehr wie nötig.

Wir haben uns in der Vergangenheit für die Belange von Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern, den am meisten gefährdeten Teilnehmergruppen am öffentlichen Verkehr, eingesetzt. Das ist auch in Zukunft unsere Priorität.

 

DIE LINKE fordert in enger Zusammenarbeit mit dem ADFC und dem „Fahr-Rat“ den Ausbau des bezirklichen Fahrradroutensystems. Mehr Aufmerksamkeit muss in die rechtzeitige und behutsame Entschärfung von Konflikten zwischen Menschen, die zu Fuß gehen und denen, die Rad fahren fließen.

So zum Beispiel entlang der Warschauer Straße, der Karl-Marx-Allee/Frankfurter Allee, der Skalitzer-/ Gitschiner Straße oder des Tempelhofer und Schöneberger Ufers. Im Zuge der Umgestaltung des Tempelhofer Feldes muss die Lilienthalstraße zwischen Südstern und Columbiadamm fahrradfreundlich ausgebaut werden. In Straßen wie der Bergmannstraße, die besonders von Fahrradfahrenden genutzt werden, sollen einige Autoparkplätze gesperrt und stattdessen Radabstellbügel errichtet werden.

Wir wollen den Verkehr für Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer machen. Dazu sollen weitere Zebrastreifen vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen angelegt werden und weitere Ampeln an den großen Radialen und Magistralen gebaut werden. Ampeln sie sind so zu schalten, dass ihre Querung für Fußgänger in einem Zug möglich ist. Hier müssen zum Beispiel an der Frankfurter Allee, der Karl-Marx-Allee und am Mehringdamm Veränderungen erfolgen.

DIE LINKE fordert den weiteren Ausbau eines öffentlichen Uferwanderweg an der Spree mit einem ganzjährigen und kostenlosen Zugang für alle Menschen. Die Errichtung eines kombinierten Fahrrad- und Fußgänger-Stegs auf Höhe der Eisenbahn-/Brommystraße stärkt den Fuß- und Radverkehr, denn er verkürzt Wege und erschließt dem ÖPNV um und am Ostbahnhof neue Nutzergruppen. Wir wollen, dass der Bezirksentwicklungsplan umgesetzt und eine Brücke in Verlängerung der Straße der Pariser Kommune/Manteuffelstraße gebaut wird, die für Fußgänger, Radfahrende und den öffentlichen Personennahverkehr ausgelegt ist. DIE LINKE fordert eine Buslinie, die Friedrichshainer und Kreuzberger Kieze über die Spree direkt verbindet und mehrmaliges Umsteigen vermeidet.

Wir setzen uns auch weiterhin für ein barrierefreies Berliner Nahverkehrssystems ein. Die U5 wird noch in 2011, vor allem dank der Initiative des Runden Tisches Senioren und des Bürgerkomitee Weberwiese an vielen Bahnhöfen mit Aufzügen ausgestattet.

Wir fordern die weitere Anschaffung barrierefreier Fahrzeuge und den Umbau von Bahnhöfen, Stationen und Haltestellen, wie zum Beispiel am Mehringplatz ein. Das schließt die Verbesserung der Mitnahmemöglichkeiten von Rollatoren, Kinderwagen und Fahrrädern in Fahrzeugen des ÖPNV mit ein. Zudem setzen wir die Deutsche Bahn weiterhin unter Druck, am Ostbahnhof ausreichend kostenlose Behindertenparkplätze einzurichten. DIE LINKE fordert dafür einen mit den Verkehrsunternehmen und dem Senat abgestimmten Zeitplan zur Umsetzung dieser Ziele.

Der Ausbau des ÖPNV soll mittelfristig vor allem durch die Erweiterung des Tram-Netzes geschehen. Wir fordern die Anbindung von Ostbahnhof und Ostkreuz und eine Tram-Verbindung vom U-Bahnhof Warschauer Straße über die Oberbaumbrücke bis zum Herrmannplatz. Für den Anschluss von Kreuzberg an das Berliner Tram-Netz fordert DIE LINKE, dass in einem ersten Schritt die Linie M10 über die Oberbaumbrücke hinaus bis zur Falkensteinstraße/Höhe Schlesische Straße verlängert wird. DIE LINKE fordert zudem die Verlegung des Endhaltepunkts der Tram-Linie M 13 vom Helsingforser Platz/Revaler Straße zum U-/S-Bahnhof Warschauer Straße, um die Umsteigewege zu verkürzen.

DIE LINKE fordert die Heraushaltung des Event- und Tourismusverkehrs aus den Wohngebieten. Zur Vermeidung des individuellen An- und Ab-Reiseverkehrs soll, angelehnt an das klassische Park-and-Ride-System, an ÖPNV-Knotenpunkten der Transfer in/von der Berliner Innenstadt organisiert werden. Wir brauchen außerdem Busstellflächen für das Beherbergungsgewerbe.

Wir setzen uns für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung und die Stärkung des Anwohnerparkens in den Wohnquartieren ein. Wir unterstützen Lösungen, die die Nutzung von Stellplätzen in Geschäftszentren außerhalb der Geschäftszeiten durch Anwohnerinnen und Anwohner zu kostengünstigen Konditionen ermöglicht. DIE LINKE fordert den weiteren quantitativen Ausbau des bezirklichen Car Sharing-Netzes.

DIE LINKE unterstützt weiterhin den Widerstand gegen die Verlängerung der Bundesautobahn 100 und deren Zubringerstraßen. Die A 100 wird aus städtebaulichen, ökologischen und finanziellen Gründen abgelehnt.


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