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08.03.2013

Internationaler Frauentag: Den Verkäuferinnen einen guten Lohn!

36 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel arbeiten in Berlin für einen Lohn unterhalb der offiziellen Niedriglohngrenze von 10,36 Euro. DIE LINKE in Friedrichshain-Kreuzberg nimmt den Internationalen Frauentag 2013 daher zum Anlass, die, mehrheitlich weiblichen, Beschäftigten in ihrem Kampf für gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne zu unterstützen.

Am Morgen des 8. März war DIE LINKE in Kreuzberg am Kottbusser Tor vor der dortigen Kaiser’s-Filiale. Den Kassiererinnen und Kundinnen wurden Nelken und Informationsmaterial zum Frauentag und der Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel überreicht. „In den anstehenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel fordern wir auch die Kundinnen und Kunden auf, sich mit den Verkäuferinnen und Verkäufern solidarisch zu zeigen“, erklärte Figen Izgin, Vorsitzende der LINKEN in Friedrichshain-Kreuzberg.

Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit gibt es in Berlin im Einzelhandel 94.525 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, davon sind 63.254 Frauen. Hinzu kommen noch zahlreiche Minijobberinnen und Minijobber.

Bundesweit kämpfen zurzeit drei Millionen Beschäftigte im Einzelhandel um ihr Weihnachtsgeld, freie Wochenenden und Nachtzuschläge, nachdem die Arbeitgeber die bestehenden Tarifverträge aufgekündigt haben. „Die Arbeitgeber blasen mit einer Kündigung aller Tarifverträge zu einem Generalangriff auf soziale Errungenschaften und Rechte im Einzelhandel. DIE LINKE unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Kampf um bessere Tarifverträge und fordert darüber hinaus die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 10 Euro“, so Figen Izgin weiter.