
Am 18. März werden auch in diesem Jahr am Brandenburger Tor und auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain wieder die Opfer der Berliner Märzkämpfe von 1848 geehrt. Organisiert wird das Gedenken von der „Aktion 18. März“ und ihrem Sprecher Volker Schröder.
Um der Bedeutung des Friedhofs als wichtiger Ort revolutionärer Kämpfe gerecht zu wer-den, haben der Paul-Singer-Verein, das Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg und die Stiftung Historische Friedhöfe in Berlin und Brandenburg sich dankenswerter die Aufgabe gestellt, den Friedhof neu zu gestalten. Das beinhaltet die bauliche Instandsetzung der Anlage, die Restaurierung von Grabzeichen und Neuanpflanzungen. Auf Antrag des Paul-Singer-Vereins wurden Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin für den Friedhof der Märzgefallenen bewilligt. Die Leitung für dieses Projekt liegt in den Händen des Singer-Vereins. Wahrscheinlich im Mai 2011 findet die Eröffnung eines Ausstellungspavillons statt, in dem die Geschichte des Friedhofs und der Revolution von 1848/49 dargestellt wird.
Der Friedhof der Märzgefallenen im Berliner Friedrichhain, ein zentraler Platz deutscher Demokratiegeschichte, ist in der Öffentlichkeit außerhalb Berlins, und man kann auch sagen innerhalb Berlins, kaum bekannt. Das muss sich ändern. Diesem wichtigen Denkmal im Berliner Friedrichshain muss die Aufmerksamkeit geschenkt werden, die es verdient. Von seiner historischen Bedeutung ist der Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain genauso wich-tig wie die Paulskirche in Frankfurt am Main oder die Bundesfestung in Rastatt, die ohne Zweifel Denkmale und politische Bildungsstätten von überregionaler Bedeutung und hoher touristischer Anziehungskraft sind.
Der Volksaufstand in Berlin am 18. und 19. März 1848 endete siegreich und schuf faktisch erst die Voraussetzung für die Nationalversammlung in Frankfurt am Main. Der Friedhof der Märzgefallenen im Friedrichshain soll eine Erinnerungsstätte zur Vermittlung von demokratisch-historischen Inhalten für die breite Öffentlichkeit, besonders aber für die Jugend, werden. Es ist erforderlich, dass er entsprechend seiner Bedeutung auch in das touristische Programm der Hauptstadt Berlin aufgenommen wird.
Die Neugestaltung berücksichtigt, dass der Friedhof die Begräbnisstätte zweier Revolutionen ist. Im November und Dezember 1918 wurden hier Opfer der Novemberrevolution beigesetzt Die drei Grabplatten und die Bronzefigur des Roten Matrosen von Hans Kies, die an die Kämpfer der Volksmarinedivision erinnert, bleiben erhalten.
In der Geschäftsstelle der Partei DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg ist eine neue Broschüre zur Geschichte des Friedhofs der Märzgefallenen erhältlich.
Kurt Laser, Geschichtskommission

Die Geschichtskommission stellt sich weiterhin die Aufgabe, Wissen zur Geschichte der Arbeiterbewegung des Bezirkes zu verbreiten. Zu diesem Zweck organisiert sie Vorträge im roten laden, gibt Publikationen heraus, veröffentlicht Beiträge in Jahrbüchern, Zeitschriften und Zeitungen, beteiligt sich an den Veranstaltungen des Landesdenkmalamtes Berlin zum Tag des offenen Denkmals und arbeitet mit anderen Gremien zusammen.
Geschichtskommission
Sprecher: Dr. Kurt Laser
Der Rote Laden, Weidenweg 17, 10249 Berlin
Tel.: 030-4262687
Erstens: Kolloquium anlässlich des 80. Geburtstages von Werner Ruch zum Thema "Mit Mehring aus der Geschichte lernen" am 24. Februar 2011. Hierzu wird ein Protokollband veröffentlicht.
Zweitens: Durchführung und Begleitung von Veranstaltungen hinsichtlich der Jahrestage 2011
Drittens: Führungen zum Tag des offenen Denkmals im September
Auch in diesem Jahr werden sich die Mitglieder der Kommission zu historischen, aber auch aktuellen Themen äußern. Dabei haben wir immer unseren Bezirk im Blick.
- Alexander Amberger/ Siegfried Prokop: Ein "rot-grünes" Deutschland? Über eine Vision Wolfgang Harichs 1989/90 (erschienen bei "Helle Panke" e.V.)
- Kurt Laser: Der Friedhof der Märzgefallenen
- Kurt Laser: Franz-Mehring-Bibliographie
- Protokollband zum Mehring-Kolloquium
weitere Publikationen sollen folgen. Die Hefte sind über den roten Laden zu beziehen.
Schwerpunkt ist der „Tag des Offenen Denkmals" im September 2011. Hier bieten die Kommissionsmitglieder Kurt Laser, Nobert Podewin und Werner Ruch Führungen an. Das Programm findet sich im Internetangebot des Landesdenkmalamtes Berlin.
Werner Ruch bietet zudem Führungen durch die ständige Ausstellung zu Franz Mehring im Gebäude des "Neuen Deutschland" an. Bei Interesse bitte im roten Laden melden.
Ort der Veranstaltungen ist der „Rote Laden“, Weidenweg 17, 10243 Berlin, nähe U-Bahnhof Weberwiese oder Frankfurter Tor.
31. März 2011
Auf den Spuren der Vereinigung in Friedrichshain.
Mit Norbert Podewin und Werner Ruch
Beratungen der Kommission 2011 (jeweils um 15 Uhr im roten Laden)
13. Januar, 10. Februar, 10. März, 7. April, 12. Mai, 9. Juni, 8. September, 13. Oktober, 10. November, 8. Dezember.