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18.03.2017

Lasst 100 Blumen blühen!

Kinder der Lemgo-Grundschule waren besonders rührig.

Die Linke hat im Wahlkampf versprochen: "Die Stadt gehört euch". Zu dieser Wiedergewinnung der Stadt gehört auch die Aneignung und Prägung der städtischen Freiflächen, die wir als Almende betrachten. Zusammen mit Kreuzberger Imkern und der im Kiez ansässigen Lemgo-Grundschule hat sich der AK Rote Beete verschworen, um in einer kleinen Guerilla-Aktion am Samstagn den 18.3. an der Kottbusser Brücke ein bisher als Rasen kaum genutztes 300 qm Stück Erde in eine Bienen- und Schmetterlingsweide umzuwandeln. Natürlich ist das teilweise Legende, denn in Wirklichkeit haben wir uns beim Grünflächenamt zuvor grünes Licht geholt, bevor wir die Kinder an die Spaten ließen.

Unser grosses Ziel war es Dinge, die uns gehören, auch gemeinsam zu nutzen oder wie TSS sangen: "kommt zusammen Leute, lernt euch kennen...."

Bodenbewohner wurden geret-
tet und wieder zurückgesetzt.

Es war unter diesem Aspekt eine tolle, gelungene Aktion. Mit über 35Nachbar*innen, Schüler*innen, Imker*innen, uns sonstig Aktiven haben wir damit begonnen in einem Subbotnik das Gelände für die Pflanzung vorzubereiten. Der Regen hatte exakt um 11:00 aufgehört, der Wind blies wie verrückt. Die verschiedenen Spaten, Grubber, Rechen, Schaufeln, Gabeln etc. mussten noch gebändigt werden, konnten aber nach und nach die gut verwurzelte Rasen-Spontankrautvegetationsmischung niederringen. Die Chancen stehen gut, dass unsere Saat, die wir Anfang April einbringen wollen, dann auch obsiegt. Insgesamt sind die meisten, die gestern dabei waren, nun über einen Verteiler vernetzt, so dass die letzte Runde der Urbarmachung eigentlich nur noch ein Klacks sein wird. Wenn es das Wetter, die Götter oder wer auch immer hier Schicksal spielt , dann noch gut mit uns meinen, wird hier im Mai eine üppige Bienenweide sprießen und ein Apfelbaum, wie eine Kornelkirsche sollen dann den Kindern der Lemgau-Schule und anderen Interessenten ein paar Früchte spenden und drei Schmetterlingsflieder sollen die Hoffnung bestärken, dass sich ein paar der nervösen Molkenstehler und Butterfliegen auch in Kreuzberg einfinden.