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18. März 2007 Knut Mildner-Spindler

Großes Echo für das TPB (Trägerübergreifendes Persönliches Budget)

Die Abkürzung TPB, die inzwischen jeder von Behinderung bedrohte oder betroffene Mensch kennt, steht für Trägerübergreifendes Persönliches Budget. Es handelt sich um eine kleine Revolution in der Sozialgesetzgebung (SGB III, V, IX, XI und XII). Anspruchsberechtigte können selbständig und eigenverantwortlich Leistungen, die benötigt werden und erforderlich sind, auswählen und einkaufen. Trägerübergreifend wird ein Budget, sobald Krankenkasse, Pflegeversicherung und Sozialamt ihre Leistungen zusammenlegen und eine Summe überweisen.

Solch eine innovative Form der Leistungsgewährung wirft aber auch Fragen auf, erzeugt Skepsis und birgt möglicherweise Probleme. Seit 2004 nimmt der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, stellvertretend für Berlin an der wissenschaftlichen Begleitforschung der Universität Tübingen teil. Zeitgleich wurde im Bezirk ein Modellprojekt ins Leben gerufen.

Am letzten Freitag luden die Initiatoren zu einem Fachtag in die Heilig-Kreuz-Kirche ein. Die Resonanz auf die Einladung war erfreulich groß und so führte die Veranstaltung diejenigen zusammen, die an der Gestaltung eines Persönlichen Budgets beteiligt sein können. Der Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler hieß zahlreiche Budgetnehmer/innen willkommen- „die Wackeren der ersten Stunde, die sich mutig an dieses Experiment gewagt haben“, begrüßte Angehörige von Interessen- und Betroffenenverbände sowie Leistungsanbieter/innen und Mitarbeiter/innen der Bezirksverwaltungen und weitere Vertreter/innen der Politik. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, vertreten durch Herrn Dr. Haines, sandte ein Grußwort.

Der Projektleiter, Wilfried Peter, reflektierte in seinem lebendigen Vortrag die bisher geleistete Projektarbeit und wagte einen Ausblick. Von Frau Dr. Metzler, Universität Tübingen wurde eine Auswertung der Forschungsergebnisse präsentiert. Dies war für die Anwesenden aufgrund des lokalen Bezuges zu Berlin besonders interessant (nachzulesen unter Projekt Trgägerübergreifendes Persönliches Budget). Schließlich stellten sich Betroffene und Beteiligte den Fragen, die manchem schon lange unter den Nägeln brannten. Am Schluss der Veranstaltung war nicht jedes Problem gelöst und nicht jede Frage beantwortet; Impulse für die künftige Projektarbeit gab es allemal.

Nachfragen sind möglich unter Tel. 90298 – 2037 (Frau Podubin, Büro des Bezirksstadtrates für Gesundheit, Soziales und Beschäftigung)