Zurück zur Startseite
25. Juni 2011 Linksfraktion in der BVV

Zwangsarbeit und Rüstungsindustrie auf dem Tempelhofer Feld

Am 23. Juni 2011 beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus den gemeinsamen Antrag von DIE LINKE und SPD „Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes berücksichtigen“.

In der Drucksache 16 / 4267 wurde der „Senat aufgefordert, bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes § an das Konzentrationslager im Columbia-Haus, eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager in Berlin, § die Zwangsarbeiterlager für die Rüstungsproduktion, § die Nutzung des bei Kriegsbeginn fast fertiggestellten Flughafenbaus als Fliegerhorst der Luftwaffe durch die Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm dauerhaft zu erinnern und diese Aspekte angemessen in das Gesamtkonzept zur Darstellung der historischen Entwicklung des Tempelhofer Feldes einzubeziehen.“

Hierzu erklärt Mirko Assatzk, Mitglied des Kulturausschusses und des ‚Fördervereins zum Gedenken an Nazi-Verbrechen um und auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V.‘:

„Die bereits vor 30 Jahren gestartete Initiative, an authentischer Stelle einen Informations- und Gedenkort in Erinnerung an das KZ „Columbia-Haus“ zu schaffen ist ebenso wie der Förderverein von seinem Ziel noch weit entfernt. Gemäß der Satzung sollen dauerhaft historischen Orte im Flughafen und auf dem Flugfeld als ehemalige Orte des Konzentrationslagers und der Nazi-Zwangsarbeit im europäischen Gedächtnis gekennzeichnet und verankert werden. Es bedarf zukünftig noch erheblicher Aufklärung zur Geschichte des Tempelhofer Flugfeldes als Standort von Zwangsarbeit (1938/39-1945), als Führungs- & Nachschubzentrum der Nazi-Luftwaffe (1939-45) und als Luftrüstungszentrum (1940-45).“

Einen ersten Anfang versucht diese Monographie.