Zurück zur Startseite
24. Februar 2010

Fällmoratorium im Wäldchen auf dem Gleisdreieck

DS/1671/III

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das BA wird beauftragt, die Sicherstellung der Landschaft und der Tierwelt in seiner heutigen Form und Erscheinung im Zuge des Verfahrens zur Unterschutzstellung als Landschaftsschutzgebiet zu gewährleisten. Hierzu soll es zeitnah in einem Bericht darlegen, wie das Gebiet des schützenswerten "Wäldchens" bis zur Erlangung des Schutzstatus vor einer Umgestaltung des Gleisdreiecks bewahrt werden kann. Insbesondere sollen darin die Frage geklärt werden, ob ein „Veränderungsverbot“ umgesetzt werden kann, um eine Unterschutzstellung bis zur Anerkennung als Landschaftsschutzgebiet zu gewährleisten.

Bis dieser Bericht abschließend von der BVV zur Kenntnis genommen wurde, soll der Bezirk gegenüber der zuständigen Senatsverwaltung ein Fällmoratorium im Wäldchen und am Rand des Wäldchens erwirken und jegliche Bauaktivität im Wäldchen und im direkten Umfeld verhindern.

 

Begründung:

Das Wäldchen im Gleisdreieck soll zum Landschaftsschutzgebiet erklärt werden. Dies ist letztes Jahr in der BVV beschlossen worden und die Überprüfung ob es sich um ein schützenswertes Gebiet handelt verlief positiv. Das Verfahren ist jedoch langwierig (mündliche Aussage der Stadträtin in der letzten Ausschusssitzung beträgt die Bearbeitung 2 Jahre). Die momentanen Planungen sehen allerdings größere Eingriffe in das zukünftige Naturschutzgebiet vor, das Gebiet soll „erlebbar“ werden, „Angsträume beseitigt“ und womöglich ein Weg durchgeleitet werden. Als eine Bürgervertretung des Ausschuss auf diesen Sachverhalt aufmerksam gemacht hat, hat der Ausschuss eine Anhörung mit der zuständigen Senatsverwaltung und dem planungsbefugten Atelier Loidl gefordert und bis dahin ein Fällmoratorium gefordert. Diese Anhörung ist bis heute nicht erfolgt. Zu befürchten ist, dass das als schützenswertes Areal nur noch rudimentär übrigbleibt. Dies würde auch die bisherige Arbeit des Bezirks und der Verordneten zur Unterschutzstellung hin untergraben. Ganz zu schweigen von den Schäden an der Stadtnatur.

 

DIE LINKE / B´90 Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg